In dieser Übersicht finden sowohl die verlagseigenen Veranstaltungen Aufnahme als auch solche, die mit dem Verlagsprogramm in einem näheren Zusammenhang stehen.
Nadine A. Chmura
- Goethe und die antike Kunst -
»… in einem durch Fenster unter dem Gesims von oben wohl erleuchteten Raum: die herrlichsten Statuen des Alterthums nicht allein an den Wänden gereiht, sondern auch innerhalb der ganzen Fläche durch einander aufgestellt; ein Wald von Statuen …«. Durch einen Besuch der Mannheimer Antikensammlung kam Johann Wolfgang von Goethe 1769 erstmals mit Abgüssen berühmter griechischer und römischer Werke der Antike in Berührung. Neben dem Laokoon weckte sowohl der Apollon von Belvedere als auch der Gallier Ludovisi und die sogenannte Ildefonso-Gruppe Goethes Interesse an der Kunstbetrachtung. Auf den Spuren Goethes sollen in diesem Lichtbildvortrag folgenden Fragen nachgegangen werden: Wie weit entwickelt war die Wissenschaft der Archäologie? Wie kam Goethe mit der Antike in Berührung und was war über die antiken Hinterlassenschaften überhaupt bekannt? Und zu guter letzt natürlich: Was hat Goethe zur Wissenschaftsgeschichte beigetragen?
Kontakt: Goethe-Gesellschaft Stuttgart e.V.
Lesung und Buchpräsentation
mit
Prof. Dr. Uwe Hentschel
(TU Chemnitz)
Unter Kennern der Literatur des 18. Jahrhunderts ist Merkel längst ein Geheimtip: Er gilt als (Mit-)Begründer des modernen Feuilletons im deutschsprachigen Raum. Die wohl wichtigsten Jahre seines Lebens verlebte er in Jena/Weimar und vor allem in Berlin, wo er als freier Autor und Herausgeber mehrerer Zeitschriften, wie den Briefen an ein Frauenzimmer und dem Freimüthigen, wirkungsmächtig seine Stimme erhob. Er war ein Aufklärer par excellence - ambitioniert, unabhängig und wissensdurstig. Ob seiner spitzen Feder wurde er gehasst und zugleich gesucht. Fichte bezeichnete ihn boshaft als »Nicolai den Zweiten«. Merkels Ziel war eine aufgeklärte Öffentlichkeit. Werke, die hierzu keinen Beitrag leisteten, verfielen seiner Kritik. Klassiker und Romantiker sahen sich von ihm gleichermaßen attackiert. Deren ästhetische Maßgaben waren nicht die seinen — doch ihre setzten sich durch. Merkel fiel in Ungnade. Verrufen als bornierter Kunstverächter verschwand er im Schattenreich der Literaturgeschichte — nahezu bis heute.
Nadine A. Chmura
- Goethe und die antike Kunst -
»… in einem durch Fenster unter dem Gesims von oben wohl erleuchteten Raum: die herrlichsten Statuen des Alterthums nicht allein an den Wänden gereiht, sondern auch innerhalb der ganzen Fläche durch einander aufgestellt; ein Wald von Statuen …«. Durch einen Besuch der Mannheimer Antikensammlung kam Johann Wolfgang von Goethe 1769 erstmals mit Abgüssen berühmter griechischer und römischer Werke der Antike in Berührung. Neben dem Laokoon weckte sowohl der Apollon von Belvedere als auch der Gallier Ludovisi und die sogenannte Ildefonso-Gruppe Goethes Interesse an der Kunstbetrachtung. Auf den Spuren Goethes sollen in diesem Lichtbildvortrag folgenden Fragen nachgegangen werden: Wie weit entwickelt war die Wissenschaft der Archäologie? Wie kam Goethe mit der Antike in Berührung und was war über die antiken Hinterlassenschaften überhaupt bekannt? Und zu guter letzt natürlich: Was hat Goethe zur Wissenschaftsgeschichte beigetragen?
Kontakt: Goethe-Gesellschaft Wetzlar e.V.
Im Rahmen einer Vernissage zur gleichnamigen Ausstellung präsentiert der Bernstein-Verlag die Novität von Hilla Jablonsky, »Herzlinien«.
Im Album-Querformat, 17x12 cm, präsentiert der Band neben lyrischen auch bildkünstlerische Arbeiten der Bonner Künstlerin, die an diesem Abend zu einer Lesung und für Gespräche in die Buchhandlung Böttger kommt. Eine kurze Einführung in das Leben und (aktuelle) Werk von Hilla Jablonsky unternimmt Christina zu Mecklenburg, die einen Anhang für das Buch geschaffen hat, der neben biografischen und werkbezogenen Informationen auch ein Interview mit der Künstlerin beinhaltet.
► Bibliografisch
Hilla Jablonsky: Herzlinien. Redaktioneller Anhang mit Anmerkungen zu Biografie und Werk sowie einem Gespräch mit Hilla Jablonsky von Christina zu Mecklenburg; 68 Seiten, franz. Broschur, fadengeheftet, 1. Aufl., Bonn 2010, ISBN 978-3-939431-48-0, Euro 16,80.
Liederabend mit Andrea Stein (Sopran) und Marie-Charline Foccroulle (Klavier)
Zur Eröffnung der 6. EDITIONALE Köln am Freitag, dem 05. März 2010 um 18.00 Uhr, spricht Herr Dr. Winfried Gellner (Köln)
Weitere Informationen: Elisabeth Broel, Telefon/Fax 0221.732120
Öffnungszeiten:
Freitag 18.00 bis 21.00 Uhr, Samstag + Sonntag 11.00 bis 19.00 Uhr
Einsendeschluss der aktuellen Preisaufgabe.
Nähere Informationen: Preisaufgabe.
Der Autor präsentiert seinen neuen Gedichtband.
Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren, wohin ihre Eltern aus dem Exil zurückgekehrt waren. Sie arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin, seit 1975 als freie Schriftstellerin und lebt heute in Straßburg. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem im Jahre 2000 mit dem Kleist-Preis. Barbara Honigmann wird aus ihrem Buch »Das überirdische Licht. Die Rückkehr nach New York« lesen und anschließend zum Gespräch zur Verfügung stehen.
Auf Einladung der Goethe-Gesellschaft Bonn hält Franz Josef Wiegelmann (Siegburg) einen Vortrag, der die Stationen der außergewöhnlichen Freundschaft zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Carl Friedrich Zelter beleuchtet. (Planmäßig mit Bild- und Tondokumenten)
... vorgestellt von Michael Klevenhaus
Am 22.02.1943 wurden Hans und Sophie Scholl in München-Stadelheim hingerichtet.
Die Lesung aus den Briefen von Hans und Sophie Scholl gibt tiefe Einblicke in das Denken der Geschwister, das zum Widerstand der Weißen Rose führte. Ein Widerstand, der mit ihrer Verhaftung und Hinrichtung im Februar 1943 endete und der für die Verteidigung der Freiheit bis heute ein Vorbild ist.
Öffentlicher Vortrag mit anschließender Diskussion
PD Dr. Navid Kermani, Islamwissenschaftler und freier Schriftsteller
Reponse: Prof. Dr. Jürgen Fohrmann, Rektor, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Kein anderer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts wird heute im Iran mehr verehrt, studiert und gelesen als Sadegh Hedayat (1903-1951). Dabei sind seine Texte weder leicht zugänglich, noch vermögen sie auf die seichte Art zu unterhalten. Das Bild, das sie von der Heimat zeichnen, ist abweisend und düster, provozierend in seiner Einseitgkeit und der Darstellung traditioneller Autoritäten. Seine bissigsten Attacken richtete Hedayat ausgerechnet gegen den Islam.
Der Vortrag stellt diesen bis heute bedeutendsten Vertreter der literarischen Avantgarde im persischsprachigen Raum vor und fragt nach Gründen für seine anhaltende Popularität in der Islamischen Republik. Behandelt werden soll insbesondere Hedayats Essay über Franz Kafka, ein rezeptionsgeschichtliches Dokument von bemerkenswerter Originalität, verfasst von einem Iraner, der Kafka schon pries und übersetzte, als dieser in Europa noch längst nicht zum gängigen Thema von Abitur- und Diplomarbeiten geworden war. Indem Hedayat über Kafka schrieb, reflektierte er über seinen eigenen Auftrag als Schriftsteller.
Moderation: Prof. Dr. Stephan Conermann, Orientalisches Seminar der Universität Bonn, ZERG-Vorstand
»Lebenszeichen« von Ute Naumann, Red. Ingrid König
Als ihre Mutter starb, hat Angelika W. den Bruder nach Jahren noch einmal gesehen. Da hat er den Trauernden gemimt, sagt sie, – aber gekümmert hat er sich nicht um die alte Frau. Trotzdem war der Bruder immer Mamas Liebling. Das hat sie lange ziemlich verbittert. Golo Mann wurde von seinen älteren Geschwistern verspottet, sein Vater Thomas Mann bezeichnete ihn als hässlich. Golo schwindelte das Blaue vom Himmel, um sich wichtig zu machen. - Rivalität gehört zum Geschwisteralltag, so wie Geschwisterliebe und Geschwistersolidarität. Und Eltern verteilen ihre Liebe keineswegs immer gerecht. Und wie ist es mit den Rollenklischees: Neigen Erstgeborene wirklich zu einem konservativen Lebensstil, und sind die Jüngsten eher die Rebellen? Interessant, was Geschwisterforscher dazu sagen: Bill Gates, Sigmund Freud oder Immanuel Kant hätten nie Erstgeborene sein können.
Ute Naumann hat auch die Gebrüder Remmel befragt. Was sie geantwortet haben? Reinhören ... den Livestream gibt es hier.
Wiederholung der Sendung am 17.01. um 22.35 Uhr auf WDR 5.
Jiri Necas: Disegno Interno - Die innere Aufzeichnung.
Zeichnung - Buchobjekt - Leporello
Ausstellungseröffnung: 16. Januar 2010, 16.00 Uhr - der Künstler ist anwesend
Vortrag zur Eröffnung: Dr. Susannah Cremer-Bernbach
Dauer der Ausstellung: 16. Januar bis 16. Februar 2010
Jiri Necas, geboren 1955 in Brünn, Tschechische Republik. Von 1974-79 Studium der Bildenden Kunst und der tschechischen Sprache an der Palacký-Universität in Olmütz. Promovierter Sprachwissenschaftler. Seit 1981 freischaffender Künstler in Posen, Polen. Lebt und arbeitet seit 1997 als freischaffender Künstler in Sankt Augustin. Schwerpunkte: freie Malerei und Zeichnung. 2008 gewinnen Jiri Necas und Hans Delfosse mit ihrem Zyklus »Kunstferne« den Overather Förderpreis.
Kopftuch, Zwangsehe, Ehrenmorde, das bestimmt das Bild des Islam in der westlichen Gesellschaft. Ein Klischee? Aber das ist nur ein extremer Ausdruck einer allgemeineren Frage: Wie hält es der Islam mit den Frauen? Welche Rechte haben sie? Was sagt die Religion zur Emanzipation?
Mit Seyran Ates, Hamed Abdel-Samad und der Gastgeberin der Sendung »Literatur im Foyer«, Thea Dorn, diskutiert auch der Kalliope-Herausgeber, Ahmad Milad Karimi.
Einen LifeStream der Sendung gibt es hier.
Wiederholung der Sendung am 10.01. um 10.15 Uhr im WDR Fernsehen.