Veranstaltungskalender 2012

2012 (12) | 2011 (24) | 2010 (46) | 2009 (29) | 2008 (4) | 2007 (1) | 2005 (7)

Oleg Jurjew "In zwei Spiegeln". Lyrik-Lesung & Gespräch

Montag, 21. Mai 2012, 20 Uhr
Veranstalter: prolit / Fachbereich Slawistik
Ort: Literaturhaus Salzburg / Strubergasse 23/H.C. Artmann-Platz / A-5020 Salzburg, Österreich / Telefon +43 662 422 411 / info@literaturhaus-salzburg.at
Preis: 8,- / 6,- / 4,- €

Einführung: Anja Burghardt


Gedichte aus dreißig Jahren versammelt der Band »In zwei Spiegeln« und macht damit die bisher kaum übersetzte Lyrik von Oleg Jurjew in einer zweisprachigen, sorgfältig edierten Ausgabe zugänglich, ins Deutsche übertragen von seinen Dichterkollegen Olga Martynova, Elke Erb und Gregor Laschen. Eine poetische Weltvermessung stellen diese Gedichte dar, und sie verstehen es, formbewusst, sprachgewaltig und eigenwillig zwischen dem Alltäglichen und dem Erhabenen zu vermitteln, zwischen Räumen und Zeiten und zwischen Jurjews Lebensstationen Leningrad und Frankfurt, zwischen Ost und West.


»Jurjew hält sich nie an das Offensichtliche, er zerkämmt die Dinge, zaust und zerwühlt sie, frisiert sie neu. (…) Jurjew ist ein Dichter des Raffinements und der Virtuosität, subtiler Spiele und noch subtilerer Spiegelungen. (Seine) Kunst besteht darin, uns ein neues Sehen beizubringen, uns scheinbar Bekanntes in völlig neuem Licht, in nie geahnten Konstellationen vorzuführen.«
(Ilma Rakusa im Nachwort)


Oleg Jurjew wurde 1959 in Leningrad geboren, lebt heute in Frankfurt am Main als Lyriker, Dramatiker, Essayist, Erzähler und Übersetzer. Buchveröffentlichungen in deutscher Übersetzung u.a.: »Leningrader Geschichten« (1994); »Spaziergänge unter dem Hohlmond« (2002), »Der neue Golem oder Der Krieg der Kinder und Greise« (2003), »Die russische Fracht« (2009), »Zwischen den Tischen. Olga Martynova und Oleg Jurjew im essayistischen Dialog.« (2011)

 

Kontakt:
Literaturhaus Salzburg
Strubergasse 23 / H.C. Artmann-Platz
A-5020 Salzburg, Österreich
T +43 662 422 411
F +43 662 422 411 - 13

info@literaturhaus-salzburg.at
www.literaturhaus-salzburg.at


Lesung von Hilla Jablonsky: "Am Ende des Gartens"

Sonntag, 22. April 2012, 18 Uhr
Veranstalter: StadtMuseum Bonn & Förderverein SMB
Ort: Ernst-Moritz-Arndt-Haus / Adenauerallee 79 / D-53111 Bonn
Preis: 5,- € / erm. 3,- €

»Am Ende des Gartens«

Lesung von Hilla Jablonsky, u.a. aus ihrem Lyrikband »Herzlinien«. Mit einer Einführung von Christina zu Mecklenburg. Eine Veranstaltung des StadtMuseum Bonn und des Fördervereins SMB im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Sonntags am Rhein«.

In Kooperation mit dem Bernstein-Verlag, Gebr. Remmel, Bonn (Büchertisch)

Inklusive Rheinwein und Brot nach der Lesung.
Eintritt: 5,- € / erm. 3,- €

Ernst-Moritz-Arndt-Haus, [Link]


Lesung mit Maren Gottschalk aus ihrem Buch "Die Farben meiner Seele. Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo"

Donnerstag, 19. April 2012, 19:30 Uhr
Veranstalter: Kaffeehaus im Kunstverein (Damaris Odenbach) in Zusammenarbeit mit dem Bernstein-Verlag, Gebr. Remmel
Ort: Kaffeehaus im Kunstverein / Hochstadenring 22 / D-53119 Bonn / T 0228.9658708
Preis: 20,- Euro (darin enthalten: 1 Stück hausgemachte Quiche, 1 Glas Wein)

Veranstaltung in der neuen Reihe
Kunst vereint.

Multimediale Lesung von

Maren Gottschalk

»Die Farben meiner Seele. Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo«

Musikalische Begleitung: Stefan Seehausen, Gitarre

 

Das Leben beginnt morgen!
Eines ihrer ersten Gemälde ist das »Selbstbildnis mit Samtkleid« von 1926. Frida Kahlo ist mit ernstem Blick, die Haare streng nach hinten gekämmt, vor einem dunklen Hintergrund zu sehen. Sie trägt ein bordeauxrotes Kleid, eng anliegend und mit tiefem, spitzem Ausschnitt, der durch einen aufwendig gemusterten Kragen begrenzt wird. Auf dem dunklen Bild leuchten einzig ihr Gesicht, der überlange Hals und das Dekolleté. Fridas rechter Arm ist angewinkelt, und ihre rechte Hand - mit schmalen langen Fingern - liegt vor dem linken Arm, eine Haltung, wie man sie auf alten Heiligenbildern der Renaissance findet. Das Bild erinnert aber auch an die strengen, mageren Figuren des Italieners Amedeo Modigliani. Frida Kahlo malt sich als betörende, geheimnisvolle Frau, ihre Brüste sind durch den Stoff zu erkennen. Das hier ist eine perfekte Frida, die es seit dem Unfall so nicht mehr gibt. Vielleicht steht oder sitzt sie deshalb nicht vor einem realen Hintergrund, sondern vor dunklen, stilisierten Wellen. Sie schenkt das Bild Alejandro und versieht es mit der Widmung »Heute ist immer noch«, als wolle sie den ehemaligen Geliebten damit auf magische Weise an sich binden.
Frida Kahlo glaubt, dass die Leiden und Schicksalsschläge, die ein Mensch erdulden muss, ihm vorausbestimmt sind. Auch wenn sie oft in ihren Briefen klagt, stellt sie ihre Krankheit doch nicht in Frage. Sie konzentriert sich nur auf ein Ziel: ihr Leben zu meistern. Dazu gehört es, dem Tod die Stirn zu bieten.
Es ist eigentlich zu früh, mit 20 Jahren ständig an den Tod denken zu müssen. Frida Kahlos Persönlichkeit wird davon gezeichnet, denn sie hat etwas erfahren, das Menschen in diesem Alter normalerweise nicht wissen und auch nicht wissen müssen. Aber was nützt ihr das? Sie muss so weiterleben, wie der Tod, der sie wie eine Puppe geschüttelt und fallen gelassen hat, zurückließ.
Weil die Mexikaner eine besondere Form des Totenkultes pflegen, fällt es ihr leicht, mit dem unsichtbaren Begleiter zu spielen: »Ich necke den Tod und lache ihn aus, damit er mich nicht so leicht unterkriegt.« Der Tod wird zum Herausforderer. Frida schneidet Skelette aus Karton aus und näht ihnen Kleider. Sie schreibt ihren Namen auf einen Zuckerschädel, wie sie in Mexiko zu Allerheiligen verschenkt werden. Später wird sie auch den Tod malen, den von anderen und ihren eigenen. Den Unfall jedoch malt sie nur ein einziges Mal. Es ist eine chaotische Skizze von 1926, auf der Bus und Straßenbahn, Verwundete, die verletzte Frida und ihr Elternhaus zu sehen sind.
Zwischen ihr und ihren gleichaltrigen Freunden ist eine Kluft entstanden. In einem Brief an Alejandro fragt sie ihn, warum er so viel lerne, welche Geheimnisse er suche. Sie selbst hätte bereits alles erfahren, auch ohne Studium. Dabei sei sie vor kurzem noch ein Kind gewesen, das sich an einer hellen, bunten Welt erfreut habe. Neugierig und spielerisch habe sie das Leben erkundet, bis dann der Unfall ihr in einem Moment das wahre Antlitz der Welt brutal offenbart habe. »Wenn Du wüsstest, wie schrecklich es ist, plötzlich alles zu wissen – als ob ein Blitz die Erde erhellte! Jetzt lebe ich auf einem schmerzreichen Planeten, durchsichtig wie Eis, der nichts verbirgt; es ist, als hätte ich alles auf einmal gelernt, binnen Sekunden.«

 

Maren Gottschalk, Vita, [Link]

Stefan Seehausen, geboren 1959, begann seine musikalische Ausbildung an der Musikschule Leverkusen. Nach dem Studium der klassischen Gitarre an den Musikhochschulen  Köln und Münster beschäftigte er sich mit Lateinamerikanischer Musik, Flamenco und keltischer Musik (Celtic Fingerstyle). Seit 1986 unterrichtet er an der Musikschule Leverkusen.
 

 

Einige Pressestimmen zum Buch:

Die ausgezeichnet recherchierte Biographie über Frida Kahlo bietet einen umfassenden Einblick in das Leben und Schaffen der größten mexikanischen Künstlerin. Eindrücklich schildert Maren Gottschalk die einzelnen Bilder, so dass sie in ihrer farbigen Pracht vor dem geistigen Auge auferstehen. Dazwischen beschreibt sie die schicksalhafte Lebensgeschichte der Künstlerin stets im geschichtlichen Zusammenhang …
(Basler Biechergugge, 1/10)

Worin genau liegt denn die Faszination von Frida Kahlo? Wie kommt es, dass eine 1907 in Mexiko geborene Künstlerin, die mit nur siebenundvierzig Jahren früh verstarb, für Generationen von Frauen in Europa, Amerika, Südamerika eine Ikone ist? Wofür steht sie?
… Wenn man Maren Gottschalks Biographie »Die Farben meiner Seele« liest, erhält man tatsächlich eine Antwort … Ihre Sprache ist sachlich, von Mutmaßungen und blumigen Ausschmückungen hält sie sich fern. Als Biographin hat die studierte Historikerin und Politologin einige Erfahrung, sie schrieb bereits über Nelson Mandela und Astrid Lindgren, und mit dieser Übung mag sie auch das Gespür für den Ton entwickelt haben. Sie macht Frida Kahlo weder wilder noch temperamentvoller, noch selbstbewusster, als es die historischen Dokumente hergeben. Sie hält sich an die Briefe und historischen Berichte, die überliefert sind, und montiert sie geschickt zu einer Biographie. Der Lebenslauf wird dabei von der Zeitgeschichte gerahmt, den politischen Ereignissen in Mexiko, den Vereinigten Staaten oder der russischen Revolution. Und so lernt man beim Lesen die drei Widersacher kennen, die sich Frida Kahlo immer wieder in den Weg stellen …
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Februar 2010)

Eindrucksvoll beschreibt sie den Werdegang dieser kleinen, starken Frau, ihre Suche nach der Liebe, ihr unglaubliches körperliches Leiden, ihre seelischen Qualen, aber auch ihre unbändige Kraft, Energie und Leidenschaft. Gottschalk bindet Kahlos Werk gut in ihren Lebenslauf ein, bietet Hintergründe und Deutungsmuster für die gnadenlos ehrlichen und oft auch schockierenden Bilder.
(Neue Presse Hannover, 01. Dezember 2009)

Maren Gottschalk schreibt Biografien für Kinder und Jugendliche (und Erwachsene), zum Beispiel über Frida Kahlo. Geschichte ist dabei nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam.
(Züricher Tagesanzeiger, 10. Dezember 2009)

Seine besondere Stärke findet der Text dort, wo die Autorin Bilder von Frida Kahlo genau beschreibt und sowohl kunsthistorisch als auch innerhalb der Biographie der Künstlerin verortet.
(Bn Bibliotheksnachrichten, Salzburg, Dezember 2009)

 

Maren Gottschalk, Die Farben meiner Seele. Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo, Beltz & Gelberg 2009, 244 Seiten mit Fotos, gebunden, ISBN 978-3-407-81060-1, € 16,95

 

Veranstalter:

  • Kaffeehaus im Kunstverein (Damaris Odenbach), [Link]
  • Bernstein-Verlag, Gebr. Remmel, [Link]

Festival der Philosophie

Donnerstag, 12. April 2012 - Sonntag, 15. April 2012
Veranstalter: Landeshauptstadt Hannover / Leibniz Universität Hannover

Hannover feiert 2012 das dritte Festival der Philosophie. Unter dem Motto »Wie viel Vernunft braucht der Mensch« wird vom 12. bis 15. April 2012 ein Programm mit Vorträgen, Diskussionen, Kunst, Kultur und Schülerprojekten präsentiert. Anfang 2012 gibt es das Programm als Download (Link).

Die Idee zum Festival wurde importiert aus der italienischen Stadt Modena und in einem sehr kreativen, ab und an sicher auch eigenwilligen Prozess in Hannover im Frühjahr 2008 erstmals realisiert. Wer trägt das Festival? Eine Gruppe von Menschen mit sehr unterschiedlichen Zugängen zur Philosophie, denen das Büro des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt und die Philosophische Fakultät der Leibniz Universität eine organisatorische und fachliche Grundstruktur verleihen.

Die Premiere war viel versprechend und die Abmachung, in zwei Jahren wieder ein Festival durchzuführen, schnell getroffen. Zwei Jahre später gab es zeitgleich auch das ›Jubiläum‹ von zehn Jahren nach der EXPO 2000. Da lag es nahe, das EXPO-Thema – das Verhältnis Mensch, Natur und Technik – zum Leitmotiv des Festivals der Philosophie zu machen. Das Motiv wurde von den Mitwirkenden sehr weit interpretiert. So gab es, wie gehofft, keine EXPO-Aufarbeitung, sondern einen sehr anspruchsvollen Vier-Tage-Philosophie- Marathon mit starker Resonanz.

Im Frühjahr 2012 soll das Festival der Philosophie in Hannover seine Fortsetzung finden. Für das dritte Festival gibt es bereits das Motto: »Wie viel Vernunft braucht der Mensch?« Außerdem wollen wir internationaler werden! Vielleicht sind es ja die Philosophinnen und Philosophen, die Europa aus der Krise führen.

Weiterführender Kontakt, (Link)


editionale - Künstlerbücher. Editionen. Buchobjekte.

Montag, 2. April 2012 - Mittwoch, 4. April 2012
Veranstalter: editionale
Ort: Neues Kunstforum / Alteburger Wall 1 / D-50678 Köln (Südstadt)
Preis: Eintritt frei!

Eröffnung der 7. EDITIONALE am Freitag, dem 02. März 2012 um 18.00 Uhr.

Es spricht: Dr. Maria Linsmann, Leiterin des Museums Burg Wissem, Troisdorf.
Öffnungszeiten: Freitag - 18.00 bis 21.00 Uhr / Samstag und Sonntag - 11.00 bis 19.00 Uhr.
Veranstaltungsort: Neues Kunstforum / Alteburger Wall 1 / D-50678 Köln (Südstadt)
Informationen: E. Broel - Tel./Fax.: 0221.732120

Mit dabei ist u.a. die Edition Klaus Raasch (Hamburg)!!


Olga Martynova und Oleg Jurjew lesen im Museumscafé des Landhauses / Stadtmuseum Dresden

Donnerstag, 22. März 2012, 20 Uhr
Veranstalter: Stadtmuseum Dresden (www.stadtmuseum-dresden.de)
Ort: Stadtmuseum Dresden / Wilsdruffer Straße 2 / D-01067 Dresden
Preis: 4 Euro / ermäßigt 2,50 Euro

Olga Martynova und Oleg Jurjew lesen im Museumscafé des Landhauses

Am 22. März 2012 präsentiert die Literarische Arena e. V. im Stadtmuseum Dresden (Landhaus) zum einen die neue Ausgabe der Zeitschrift für Literatur und Kunst OSTRAGEHEGE und zum anderen mit Olga Martynova und Oleg Jurjew zwei der maßgeblichen Autoren der neuen russischen Literatur. Die beiden miteinander verheirateten Autoren leben seit 1991 in Frankfurt am Main.

 

Die deutsch- und russischsprachige Lyrikerin, Essayistin und Prosaautorin Olga Martynova wurde 1962 in Dudinka (Gebiet Krasnojarsk) geboren und wuchs in Leningrad auf. In deutscher Sprache erschien von ihr zuletzt der Gedichtband »In der Zugluft Europas« (Wunderhorn, 2009). Ihr Romandebüt »Sogar Papageien überleben uns« (Droschl, 2010) wurde für den Deutschen Buchpreis 2010 nominiert. Die achtzig kurzen Texte dieses Prosadebüts wirkten auf Christoph Keller (DIE ZEIT) wie »poetische Schrapnelle«, »abgefeuert, um sich im Hirn festzukrallen«. Jörg Plath (Neue Zürcher Zeitung) fand es großartig, wie frei und souverän sich die Autorin durch Raum und Zeit bewegt und mal durch die »Leningrader Intellektuellenboheme«, mal zu toten Dichtern und Literaten wie Joseph Brodsky oder Daniil Charms oder gar ins 5. vorchristliche Jahrhundert mäandert. 2011 erschien die Essaysammlung »Zwischen den Tischen« (zusammen mit Oleg Jurjew). Olga Martynova erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien. 2011 den Adalbert-von-Chamisso-Förderpreis und den Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim. Mit Oleg Jurjew, Dmitry Sachs und Valery Schubinsky gründete sie Anfang der 1980er Jahre eine Dichtergruppe »Kamera Chranenija« (etwa »Aufbewahrung«), die bis heute als poetische Strömung, Verlag und Internetprojekt existiert. Der gleichnamige Almanach war Samisdat, Untergrundliteratur, und zur »Aufbewahrung« von Texten gedacht.

 

Oleg Jurjew, geb. 1959 in Leningrad ist Lyriker, Romancier, Dramatiker, Essayist und Übersetzer. Ursula Krechel sagt in ihrer Laudatio auf den Hilde-Domin-Preisträger des Jahres 2010: »Jurjew spielt, ironisch augenzwinkernd, mit unzähligen literarischen Anspielungen, Kafkas Schloß ist nah, Bulgakows ,Der Meister und Margarita‘ und die Großmutter fliegt wie auf einem Chagall-Bild durch das Fenster davon. Was für ein avanciertes Erzählen, prunkend, sich verströmend und voller Witz.« Martin Halter (FAZ) bewundert Oleg Jurjew in seiner Rezension des Romans »Der neue Golem oder Der Krieg der Kinder und Greise« für seine schillernden Einfälle, die einander im Seitentakt ablösen, für seine enzyklopädische Kenntnis von zweitausend Jahren Mythen- und Realgeschichte, die er virtuos auf 277 Seiten implodieren lässt. Ohne jeden Zweifel habe der Leser es mit einem brillanten satirischen Feuerwerk zu tun, einer fulminanten Groteske, die mit dem Mythos des ewigen Juden spiele und die Archive des Abendlandes plündere, um »den Zerfall der alten Weltordnung, die Bewusstseinsspaltung des russisch-jüdischen Emigranten, womöglich auch die Auflösung des postmodernen Subjekts überhaupt« abzubilden?

 

Stadtmuseum Dresden, [Link]

Telefon: 0351 - 488 73 60 oder 73 61

Tickets: 0351 - 488 73 72

Fax: 0351 - 488 73 03

Kontakt: caroline.schuetze@museen-dresden.de


Joshua Reichert. Work in Progress.

Donnerstag, 1. März 2012 - Mittwoch, 18. April 2012
Veranstalter: www.fes.de
Ort: Galerie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Godesberger Allee 149, D-53175 Bonn
Preis: Eintritt frei!

Ausstellungseröffnung: 01. März 2012, 18.00 Uhr | Galerie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn
Begrüßung: Peter Pfister
Szenische Aufführung: Theatergruppe Birkenfeld unter der Leitung von Werner Schäfer »Von Lettern, die die Welt bedeuten«
Einführung: Johannes Göbel

Im Rahmen der Ausstellung werden zwei Kuratorenführungen stattfinden:
Mittwoch, 14. März 2012, 18.00 Uhr (Wolfgang Glöckner)
Mittwoch, 28. März 2012, 18.00 Uhr (Johannes Göbel)

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden die typografischen Hefte und Konvolute Josua Reicherts mit Originaltypos, Abbildungen und Fotos. Darüber hinaus enthalten sie Erinnerungstexte, Werkstattberichte und Selbstvergewisserungen vor der Geschichte der Typografie. In der Folge der Hefte erlebt man die Entstehung einer Autobiografie, einer bisher einzigartigen work in progress-Dokumentation. Zugleich zeigt die Ausstellung markante Beispiele von großformatigen »Schrift-Bildern« und »poesia typographica« des Künstlers.

Download:

Es lebe die Freiheit! Jugendliche gegen den Nationalsozialismus

Donnerstag, 23. Februar 2012 - Sonntag, 18. März 2012
Veranstalter: DGB Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg / Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus / StadtMuseum Bonn
Ort: StadtMuseum Bonn, Franziskanerstraße 9, D-53113 Bonn

Eine Ausstellung des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945.

Eröffnung der Ausstellung am Mittwoch, dem 22. Februar 2012, um 17.00 Uhr.
Begrüßung: Dr. Ingrid Bodsch (Direktorin StadtMuseum Bonn) / Grußworte: Jürgen Nimptsch (OB der Bundesstadt Bonn), Astrid Mehmel (Leiterin der Gedenkstaätte Bonn), Ingo Degenhardt (DGB Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg) / Einführung: Dr. Horst-Pierre Bothien (StadtMuseum Bonn).

Informationen zur Ausstellung, dem Begleitprogramm und zu Führungen: 0228.69 52 40 (Gedenkstätte Bonn).

Die Führungen sind kostenlos - die Gedenkstätte freut sich über eine Spende.


Queen Victoria - die Signatur eines Jahrhunderts (Literaturhaus Bonn)

Dienstag, 31. Januar 2012, 19 Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Bonn in Kooperation mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Ort: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Friedrich-Ebert-Allee 4, Bonn
Preis: 12,-/6,- € (Karten an der Abendkasse)

Queen Victoria – die Signatur eines Jahrhunderts
Birte Schrein liest aus den Briefen der englischen Königin
Moderation: Heidemarie Schumacher

Die Regierungszeit Königin Victorias gilt als die Epoche des britischen Empires, die auf den Säulen von Industrialisierung und Kolonialismus ruhte und Großbritannien zu einem Weltzentrum des aufstrebenden Kapitalismus machte. Die Kultur dieser Epoche favorisiert mithin bestimmte Tugenden: Das Viktorianische Zeitalter gilt als die Ära der Prüderie, der Genügsamkeit, der strikten Gefühlskontrolle. Dass die Königin als Signum dieser Epoche diente, ist an ihren fotografischen Inszenierungen abzulesen. Anhand ihrer Briefe und Tagebuchaufzeichnungen treten jedoch Persönlichkeitszüge zutage, die sich den konventionellen Tugenden der Zeit widersetzen.

Es liest Birte Schrein, Schauspielerin am Theater Bonn. Durch den Abend führt Heidemarie Schumacher, Literaturhaus Bonn. In Kooperation mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland.

Dienstag, 31. Januar 2012, 19:00 Uhr, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Friedrich-Ebert-Allee 4, Bonn 12,-/6,- €, Karten an der Abendkasse

[© Programm-Vorschau, Literaturhaus Bonn: http://www.literaturhaus-bonn.de/unser-programm/]


Auftaktveranstaltung der Reihe "Kunst vereint." - Lesung mit Anne Siegel aus Ihrem Buch "Frauen Fische Fjorde. Deutsche Einwanderinnen in Island"

Freitag, 20. Januar 2012, 19:30 Uhr
Veranstalter: Odenbach & Wirtz, Kaffeehaus im Kunstverein in Zusammenarbeit mit dem Bernstein-Verlag, Gebr. Remmel
Ort: Kaffeehaus im Kunstverein / Hochstadenring 22 / D-53119 Bonn / T 0228.9658708
Preis: 20,- Euro (darin enthalten: 1 Stück hausgemachte Quiche, 1 Glas Wein)

Auftaktveranstaltung der neuen Reihe
Kunst vereint.

Multimediale Lesung von

Anne Siegel

»Frauen Fische Fjorde. Deutsche Einwanderinnen in Island«

 

Als ich zum ersten Mal das Nordlicht sah, da konnte ich endlich weinen« sagt Mária. Sie zögert einen Moment, denn es ist auch für sie das erste Mal, dass sie über ihre Geschichte spricht. Mária beschreibt mit einer weiten Geste ihrer Hand die grünlich-fluoriszierenden Tänze, die das Licht am Himmel veranstaltet, wenn es auf mystische Weise wie ein überdimensionaler Vorhang über das Sternenzelt tanzt, das kaum irgendwo weiter zu sein scheint als hier im äußersten Norden Islands.

 

Anne Siegel, 1964 in Norddeutschland geboren. Studium der Volkswirtschaft, Sozialwissenschaften und Psychologie. Arbeitete als Dozentin, Werbetexterin, Ghostwriterin. Heute lebt sie in San Francisco und Köln und arbeitet als Journalistin und Hörspielautorin für öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland sowie als Drehbuchautorin und Dokumentarfilmerin für US-Produktionen.

 

Anne Siegel, Frauen Fische Fjorde. Deutsche Einwanderinnen in Island, Hardcover, 236 Seiten, Euro 19,90, ISBN 978-3-99018-084-6.

  • Clip zum Buch bei YouTube, [Link]

 

April 1949: Auf Islands Bauernhöfen herrscht Frauenmangel, im Nachkriegsdeutschland kommen auf einen Mann fünf Frauen, viele von ihnen ohne Zukunftsperspektiven. Im Laufe dieses Jahres werden etwa 300 Frauen nach Island auswandern und die bislang größte Einwanderungsgruppe auf Island bilden. Die meisten der vom Krieg traumatisierten Frauen assimilieren sich erstaunlich schnell. Kaum eine der deutschen Landarbeiterinnen kehrt nach Deutschland zurück. Sie heiraten Isländer und gründen in der neuen Heimat Familien. Die heute noch Lebenden erzählen fast alle zum ersten Mal ihre Lebensgeschichte. Für einige von ihnen ist es die letzte Chance, an ihre Geschichte zu erinnern. Das vorliegende Buch porträtiert sechs von ihnen.

(Pressetext)

 

Veranstalter:

  • Odenbach & Wirtz, Kaffeehaus im Kunstverein, [Link]
  • Bernstein-Verlag, Gebr. Remmel, [Link]

 


"Goethe in Rom - Eine Spurensuche" - Lichtbildvortrag von Franz Josef Wiegelmann

Donnerstag, 19. Januar 2012, 19:30 Uhr
Veranstalter: Goethe-Gesellschaft Siegburg e.V.
Ort: Stadtmuseum Siegburg / Aula / Markt 46 / D-53721 Siegburg

Franz Josef Wiegelmann, Bernstein-Autor und Geschäftsführer der Goethe-Gesellschaft Siegburg, hält zum Thema »Goethe in Rom - Eine Spurensuche« einen Lichtbildvortrag.

Goethe-Gesellschaft Siegburg, [Link]


Bonner Brückentag - Verkaufsausstellung für antiquarische Bücher, Graphik und Autographen

Samstag, 14. Januar 2012, 11 Uhr
Veranstalter: abooks.de e.K. / Detlef Thursch / Rosenstrasse 10 / D-54587 Lissendorf / T 06597.901071 / F 06597.901203
Ort: Brückenforum / Friedrich-Breuer-Straße 17 / D-53225 Bonn
Preis: 3,- Euro

Bonner Brückentag
Verkaufsausstellung für antiquarische Bücher, Graphik & Autographen

14. Januar 2012, 11-17 Uhr

 

Veranstalter, Link